IFIRE
Icing Forecast in Real Environment: Drohnenflugtests bei natürlicher Vereisung im alpinen Luftraum
Ausgangslage: Einfluss des Wetters auf Drohneneinsätze
Die Einsatzbereitschaft von Drohnen ist stark wetterabhängig – insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen im alpinen Raum. Für viele Einsätze gelten luftfahrtrechtliche Anforderungen in der Kategorie SPECIFIC, bei denen Betreibende den Nachweis erbringen müssen, dass ihre Drohne auch bei ungünstigen Wetterlagen sicher betrieben werden kann.
Ziel des Projekts: Sichere UAV-Einsätze trotz Vereisung
IFIRE entwickelt ein betriebliches und technisches Konzept zur Durchführung von Flugtests bei natürlicher Vereisung – mit dem Ziel, sowohl UAV-Systeme als auch Wetterprognosen gezielt auf ihre Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit unter kalten und vereisenden Bedingungen prüfen.
Ein zentrales Ergebnis wird die Austrian Icing Map sein – ein digitales Vorhersagetool, das Drohnenpilot:innen hilft, Vereisungsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Vorgehensweise im Projekt: Von Wetterdaten zum praxistauglichen Tool
Konsortium
AIRlabs Austria: Testbetrieb und regulatorische Umsetzung im alpinen Raum
Als Projektkoordinator:in verantwortet AIRlabs Austria die Organisation und Durchführung der Flugtests in alpinen Testgebieten unter natürlichen Vereisungsbedingungen. Aufbauend auf den Learnings aus dem Projekt All-Weather Drone werden bestehende Erkenntnisse gezielt in die Testplanung eingebracht. Darüber hinaus übernimmt AIRlabs die Erstellung der Betriebsbewilligungen und die Einreichung bei den zuständigen Behörden – ein wichtiger Schritt, um Testflüge unter realen Wetterbedingungen in Übereinstimmung mit den rechtlichen Anforderungen durchführen zu können.
Das Projekt wird von einem interdisziplinären Konsortium umgesetzt: AIRlabs Austria, FH JOANNEUM, Technische Universität Graz und Pegasus Research & Development GmbH bündeln ihre Expertise in UAV-Testbetrieb, Wettermodellierung, Systementwicklung und regulatorischer Integration.
IFIRE ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des FFG-Programms Take Off und wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert.